Testament oder Erbvertrag angefochten: Fällt die Erbeinsetzung ganz oder nur teilweise?
Was geschieht, wenn ein Erblasser in einem Testament oder Erbvertrag einen später hinzugekommenen Pflichtteilsberechtigten übergangen hat? Das OLG Oldenburg meint: Eine erfolgreiche Anfechtung kann dazu führen, dass der Übergangene lediglich mit seinem gesetzlichen Erbteil in die Erbfolge eingeschoben wird und die frühere Erbeinsetzung im Übrigen bestehen bleibt. In meinem Beitrag in der Zeitschrift ErbR 2026, 828 setze ich mich kritisch mit dieser Entscheidung auseinander. Nach meiner Auffassung findet diese quotale Lösung im Gesetz keine Grundlage.






